Happy Birthday, Keith Richards, 70 today

18 12 2013

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Über Keith Richards muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Immer noch gilt er als eine der schillerndste Gestalten des Rock- und Blues- Business. Er ist eine der tragenden Säulen einer der ältesten und erfolgreichsten Bands überhaupt. Und aus dem Anlass, dass er heute die runde Siebzig erreicht, schweift der der eigene Blick ganz heimlich und verstohlen auf den Reisepass oder den Personalausweis oder auf die an der Wand hängende eingerahmte Geburtsurkunde und man stellt leicht hüstelnd fest, dass man auch nicht mehr der Frische entspricht, die man hatte, als man das erste Mal „Satisfaction“ hörte.

Ok, wir sind gemeinsam älter geworden, ohne uns je begegnet zu sein. Parallelwelten, eben. Und die Frage, ob Stones oder Beatles hat sich für mich nie gestellt. Für die Stones und die Beatles auch nicht. Die angebliche Konkurrenz war ein geschickter Werbegag. Über dieses Thema und warum beispielsweise das Hissen der Vatikanflagge an Keith’s Auto böse Folgen hatte, könnt ihr mehr in seiner Autobiografie erfahren. Ein dicker Wälzer von über 700 Seiten und es macht Spaß, sie zu lesen. Ernstes und Humoriges wechseln sich ab. Das Buch hat meinen Sommerurlaub versüßt.

Wer also noch nichts vorhat über die kommenden Festtage, Keith’s Bio bietet eine Reise in eine Vergangenheit, in der ein Song wie das oben erwähnte „Satisfaction“ noch als skandalös galt. Und nach der Lektüre glaubt man in Keith einen alten Kumpel zu sehen, den man schon ewig kennt.

Aber jetzt erst einmal: „Cheers, Mr. Richards! Thanks a lot for your music. It is part of  the soundtrack of my life!

 
Keith Richards





Lou Reed – Eine Erinnerung

28 10 2013

Lou Reed

1972 hörte ich eine Menge verschiedener Musik, so wie ich das bis heute tue. Die Beatles hatten sich längst verabschiedet, es gab aber noch die Rolling Stones, Humble Pie, Free, Rory Gallagher, Allman Brothers, Lynyrd Skynyrd etc. und eben Lou Reed. Vevet Underground hatten sich gerade aufgelöst und Mr. Reed brachte „Transformer“ heraus, ein Album, das von Reed’s Freund David Bowie produziert wurde und auf dem sich immergrüne Perlen wie „Vicious“, „Perfect Day“, Satellite of Love“ oder „Goodnight Ladies“ befinden. Und eben der Welthit „Walk On The Wilde Side“. Mit diesem Song katapultierte sich Lou Reed in musikalischen Olymp.

Das „Dippdedippdedipp“ der coloured girls ist wohl jedem im Ohr und liegt jedem gleich wieder zum Mitsingen auf der Zunge, wenn er den Song hört. Und dann das wundervolle Saxofonsolo von Ronnie Ross, einem Jazzmusiker, der mit dem Modern Jazz Quartett oder Woody Herman aufgetreten war.

Dieser Lou Reed hat noch vieles mehr zum Soundtrack meines Lebens beigesteuert, so zum Beispiel den Song „Pale Blue Eyes“, den er 1969 bereits mit Velvet Underground aufgenommen hatte. Zu meinen Lieblingsalben gehören „Berlin“ (1973), „New York“ (1989) und „Songs for Drella (1990)“, das er zusammen mit seinem alten Weggefährten John Cale aufnahm und das Andy Warhol gewidmet ist.

Als Lou Reed 2012 zur Eröffnung des Bonner „Kunstrasens“ ein viel umjubeltes Konzert gab, hatte ich Gelegenheit einige Fotos zu machen, die hier  zu finden sind.

Dieses Jahr sind noch andere meiner Helden gegangen: Magic Slim, Jimmy Dawkins, Richie Havens, J. J. Cale  und Alvin Lee.

Ihre Musik hat mich lange begleitet und wird dies auch weiter tun. Sie ist Teil meines Lebens.