Barry McCabe am 08.05.2009 im Spirit of 66 Verviers (B)

14 11 2010

Barry McCabe

Es passiert nicht oft, dass ich mir denselben Künstler innerhalb kurzer Zeit ein weiteres Mal anschaue. Ausnahmen bestätigen die Regel und diese Ausnahme zu akzeptieren, fällt wirklich leicht, wenn man einen Künstler wie Barry McCabe live auf der Bühne erleben kann.

Und wenn diese Show dann noch in einer meiner absoluten Lieblingslocations stattfindet, nämlich im Spirit of 66 zu Verviers, gibt es nun wirklich kein Halten mehr.

Hier stimmt die Atmosphäre, hier stimmen die Preise und hier stimmt der Sound.

Und das Konzert von Barry stimmt auch, die Band ist wieder sehr gut drauf, ebenfalls so der Meister und Van Morrisons «Crazy Love» in der Akustikversion klingt noch schöner als in Weert, da der Keyboarder Rob bei dem Titel in die Tasten eines Akkordeons greift, was dem Ganzen einen noch wärmeren Touch verlieh.

Das Set ist im Großen und Ganzen dasselbe, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass alles noch viel griffiger und kompakter von der Bühne kommt als einige Tage zuvor. Barry bestätigt mir diesen Eindruck später.

Die für einen Freitagabend eigentlich geringe Menge an Zuschauern, ich schätze, es sind noch nicht einmal 50, lassen mich und später auch Barry die Stirn runzeln.

Aber diese etwa fünfzig Leute sind begeistert wie Hundert und das lassen sie auch lautstark hören. Barry McCabe kommt zu zwei Zugaben zurück auf die Bühne. Als letzten Titel spielt er Fred James’ «Full Moon On Mainstreet», einen Slowblues allererster Sahne und Güte und das in einer gefühlten Länge von über 10 Minuten.

Nach dem Konzert ist noch ein wenig Zeit zum Plausch mit Barry, der wie immer äußerst freundlich und zuvorkommend zu seinen Fans ist. Ich habe im Laufe der letzten Zeit einige Künstler persönlich kennen gelernt, ich habe bisher nur entgegenkommende Menschen getroffen, und Barry zählt für mich dabei zu den absolut Nettesten.

Als ich dann eine Stunde später durch die Moorlandschaft des Hohen Venns nach Hause drifte, begleitet mich der Vollmond nicht auf der Haupt- sondern auf den Nebenstraßen. Dies passt zu den Fetzen des leichten Nebels, die aus den Wäldern hervorschweben und den Fetzen der Musik, die noch in meinem Kopf unterwegs sind.

Und ich bin froh, mich wieder bewegt zu haben, um bewegt zu werden, und zwar von der Musik von Barry McCabe und seiner großartigen Band.

Text und Fotos: © 2009 Tony Mentzel


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