Aynsley Lister am 18.09.2009 im Saal Birgit, Viersen

14 11 2010

Aynsley Lister

Am ersten März diesen Jahres hatte ich bereits das Vergnügen, Aynsley Lister und seine damals frisch formierte Band live zu erleben, das Album «Equilibrium» stand gerade vor der Veröffentlichung.

Jetzt, ein halbes Jahr später, ist der Tourbus 15 Stunden von Birmingham nach Viersen gerollt, ein wenig „Relaxing“ auf der Fähre während der Fahrt über den Kanal, ein paar Stunden Ruhe im Hotel, dann Soundcheck und nun sind sie bereits auf der Bühne.

Aynsley Lister (Gitarre und Gesang), Midus (Bass und Hintergrundgesang) Simon Small (Drums und Hintergrundgesang) und Dan, dessen Nachnamen ich leider nicht weiß, an den Tasten.

Aus der frischen Band ist eine geschlossene Einheit geworden. Bass und Schlagzeug harmonieren perfekt. Orgelteppiche unterlegen Aynsley’s fantastisches Sechsaitenspiel, egal auf welcher seine drei Gitarren.

Dazu Mr.Listers tonsichere und kraftgetränkte Stimme. All dies zusammen bürgt für ein (ein)druckvolles Soundbild.

Es geht Schlag auf Schlag: «Big Sleep», «With Me Tonight», «Soundman», «Early Morning Dew», «In The Morning», um nur einige zu nennen.

Ein wahrer Höhepunkt ist wieder der Prince Song «Purple Rain». Selbst, wenn man nicht unbedingt Fan von Prince und seiner Musik ist, muss man doch zugestehen, welch Potential dieser Song enthält. Und durch Aynsley und seine Band wird dieses bestens ausgeschöpft.

Die meisten Zuhörer stimmen spontan in den Refrain ein. Die Stimmung im Saal bedingt die Atmosphäre und umgekehrt, und beide sind gut. Hier ist ein Publikum, das das, was von der Bühne strömt, zu schätzen weiß und diese Wertschätzung lautstark in donnernden Applaus ummünzt.

Es ist warm im Saal, nein heiß, die Luft ist zum Schneiden, aber das alles macht nichts, rein gar nichts. Im Moment ist es wohl einer der besten Orte, an denen man sein kann auf diesem Planeten. Hier findet eine Party der Sonderklasse statt. Und die musikalische „Untermalung“ bestimmt eben diese Güte.

Die Band ist gut drauf, es gibt sogar zwei Zugaben, weil das Publikum einfach nicht genug bekommen kann. Und es könnte so weiter gehen, noch ein, zwei Stunden, ich bin sicher nicht der Einzige, der da nichts gegen einzuwenden hätte.

Als dann auch noch «Hush», ein Titel, den Joe South geschrieben hat, erklingt, ist kein Halten mehr. Ein zig- facher „Nananana“ Chor lässt Publikum und Band miteinander verschmelzen. Aynsley hat sichtlich seinen Spaß wie die anderen Musiker auch.

Ermattet sinkt er dann nach dem Gig auf einen Stuhl hinter dem Merchandisingtisch, um freundlich Komplimente entgegen zu nehmen und ebenso freundlich CDs zu signieren.

Irgendwann ist es Zeit, die Bühne abzuräumen, Amps und Instrumente in die Flightcases und dann in den Bus zu verstauen, das macht die Band selbst. The hardest part of the show…

Mir bleibt, „Danke“ zu sagen. Danke an Aynsley Lister und seine famose Band, Danke an die Crew vom Saal Birgit für die reibungslose Organisation und für den wieder einmal herzlichen Empfang.

Und mir bleibt noch „Bitte“ zu sagen: Liebe Musikfreunde besucht Konzerte, ihr haltet damit etwas am Leben, was ohne euch keinen Bestand haben kann. Also schaut mal in die Rubrik Konzerttermine oder in den Kalender, dort ist sicherlich auch für euch etwas dabei.

Also: Man sieht sich.

Text und Fotos © 2009 Tony Mentzel


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