Todd Wolfe

27 04 2012

Artist of the day …

Todd Wolfe

Check out this fine American artist by clicking on the photo …

Pressetext:

In seiner Heimat Amerika als Gitarrenwunder gefeiert, teilte der ehemalige Lead-Gitarrist und Songwriting-Partner von Sheryl Crow die Bühne unter anderem auch mit Legenden wie Eric Clapton.

Doch eigentlich will Todd Wolfe etwas ganz Anderes: mit seiner eigenen Band spielen und sich so wenig wie möglich um kommerzielle Zwänge kümmern. Nur so ist es zu erklären, dass Todd Wolfe einen millionenschweren Deal mit A&M Records ausschlug und lieber seine Alben in Eigenregie aufnimmt.

Sheryl Crow, mit der er zusammen mit den Rolling Stones, The Eagles, Bob Dylan, Elton John, Page & Plant u.v.m. tourte, sagte übrigens folgendes über Todd: „Todd Wolfe ist einer der besten Gitarristen, mit denen ich je zusammen gespielt habe.“

Die Band tourt regelmäßig in den USA, u.a. mit den Allman Brothers, Black Crowes, Blues Traveler, Dickey Betts, Peter Frampton und ist dem europäischen Publikum u.a. als Support von Peter Green, Wishbone Ash und John Mayall bekannt.
Durch dieses stetige Touren hat sich die „Todd Wolfe Band“ als eines der besten „Power Trios“ Nordamerikas etabliert!

Todd Wolfe agiert jenseits bekannter Banalitäten – sein Spiel ist faszinierend und locker. Die Band grooved sich einfach massiv nach vorn. Eine 100% explosive Mischung von bemerkenswertem Eigenmaterial welches mit dem ein oder anderen Standard von Howlin’ Wolf, Robert Johnson oder Rory Gallagher gemischt wird.
Auch dieses Jahr stellen Todd Wolfe und seine Bandmitglieder Roger Voss (drums) und Justine Gardner (bass) ihr kraftvolles genaues Zusammenspiel bei zahlreichen Konzert-Auftritten wieder unter Beweis. Die talentierte Justine Gardner spielt erst seit kurzem den Bass. Sie ist die Nachfolgerin von Suavek Zaniesienko.

Tourdaten:

25.04.2012 in 22303 Hamburg – Landhaus Walter
26.04.2012 in 04860 Torgau – Kulturbastion
27.04.2012 in 51373 Leverkusen – Topos
28.04.2012 in 32351 Stemwede – Life House
29.04.2012 in 46414 Rhede – Blues
01.05.2012 in 24534 Neumünster – Großflecken (Nordseite) Open Air
02.05.2012 in 32051 Herford – Elfenbein
03.05.2012 in 41238 Mönchengladbach – Geneickener Bahnhof
04.05.2012 in 58300 Wetter – Earth Music Hall
05.05.2012 in 15328 Reitwein – Heiratsmarkt
07.05.2012 in 27793 Wildeshausen – Lili-Servicekino
08.05.2012 in 29221 Celle – Bluesfreunde Herzog Ernst
09.05.2012 in 28195 Bremen – Meisenfrei
10.05.2012 in 21073 Hamburg – Marias Ballroom
11.05.2012 auf 25938 Föhr – Erdbeerparadies
12.05.2012 in 24872 Havetoftloit – Land-Art
13.05.2012 in 27616 Frelsdorf – Kulturtransport
14.05.2012 in 83128 Halfing – Max’ Wirtshaus
15.05.2012 in A-6330 Kufstein – KuFa Bar
17.05.2012 in 99713 Friedrichsrode – Kunsthof/Himmelfahrtsblues
18.05.2012 in 18059 Rostock – Pumpe
19.05.2012 in 21739 Dollern – Kulturdiele
20.05.2012 in 20259 Hamburg – Music Club Live
23.05.2012 in 24641 Sievershütten – Alte Molkerei
24.05.2012 in 21029 Hamburg – BeLaMi
25.05.2012 in 12683 Berlin – Biesdorfer Parkbühne
26.05.2012 in 98527 Suhl – Gambrinus „Die Schwarzbiernacht“
27.05.2012 in 29451 Prisser bei Dannenberg – Kulturelle Landpartie 2012
28.05.2012 in 99310 Arnstadt – Rockjungfer
29.05.2012 in 79312 Emmendingen – Mehlsack
30.05.2012 in 79400 Kandern – Chabah






Todd Wolfe am 21.04.2011 im Topos, Leverkusen

22 04 2011




Todd Wolfe am 01.04.2010 im Topos, Leverkusen

14 11 2010

Todd Wolfe

Dass ihn keiner kennt, will ich ja gar nicht sagen. Aber es sind weitaus zu wenige. Jedenfalls derzeit. Dabei hat er mehr verdient. Mehr an Aufmerksamkeit. Mehr an Wertschätzung. Mehr an Publikum. Obwohl das wird im Leverkusener Topos schnell zum Problem. Nicht das Publikum, sondern das „Mehr“. Denn dann wird’s zur Sauna, in der man sich kaum noch bewegen kann.

Wie dem auch sei. An diesem ersten Donnerstagabend im April 2010 haben wir es wieder einmal zu tun mit einem Gitarristen, der auch diese „Berufsbezeichnung“ verdient. Ich kannte ihn bislang nur von seinen auf CD gebannten Werken.

Und ich sage es immer wieder und das auch immer wieder gerne: Tonkonserven sind etwas Feines, aber sie ersetzen niemals das Live- Erlebnis. Letztes ist und bleibt einmalig.

So bin ich jetzt mehr als froh, dass ich dem Live- Erlebnis eines Todd Wolfe Konzertes beiwohnen kann.

Mit ihm auf der Bühne sind: Suavek Zaniesienko am Bass und Roger Voss an den Drums. Ich ag’s lieber gleich: Die drei Herren sind genial auf einander eingespielt. So gibt es gleich vom ersten Titel die Power, die ein Powertrio eben zu geben vermag.

Todd ist beileibe kein selbst verliebter Egomane, der nur sich sieht und sich somit ins absolutistische Zentrum spielt. Das Trio ist eine gewachsene, musikalische Einheit. „Einer für alle, alle für einen!“ Dieser musketierische Grundsatz schiebt sich während des gesamten Konzertes immer wieder durch meine Hirnwindungen. Jeder kann sich da auf jeden verlassen. Ein solches Team bei der Arbeit zu sehen, macht so richtig Spaß.

Stilistische Schubladen interessieren Todd Wolfe herzlich wenig. „Ich mache mein Ding, das ist mal mehr Blues, mal mehr Rock, mal mehr egal was. Da lasse ich mir nicht hineinreden.“ Vor dem Konzert haben wir eine Stunde zusammen gesessen und geplaudert. Über Todd’s musikalische Wurzeln, seine Arbeit im Allgemeinen, seine fünf Jahre als Lead- Gitarrist in der Band von Sherryl Crow, über das Damals und vor allem über das Jetzt.

Konzerte in der ganzen Welt. Fernsehauftritte, große Hallen, Ehrungen. Todd kennt den Erfolg, kennt das Gefühl, Mitwirkender in einer Top -Ten Produktion zu sein, weiß um die Bedeutung eines mit Platin ausgezeichneten Albums. Er hat die ganz hohen Weihen des Musikgeschäfts erfahren.

Trotzdem tourt er aktuell mit zwei Kollegen durch die Klubs. Und das Hierzulande. „Deutschland war immer etwas Besonderes für mich. Das sage ich ganz ohne Anbiederei. Das kannst du mir glauben. Ich dachte, die Deutschen seien ganz anders. Was du in den USA so an Filmen gezeigt bekommst, Zweiter Weltkrieg usw. Ach, vergiss es. Es ist wirklich einfach, mit den Leuten hier zu arbeiten. Ich dachte, das ginge alles weniger locker zu. Die Deutschen sind gar nicht so rigide, das findet man eher in England.

Das Konzert selbst? Es ist wieder eines jener, bei denen man nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Ein Song folgt dem anderen und nimmt dich mit auf eine wunderbare Zeitreise, stilistisch zurück in die Zeit, die für so viele der zentrale Punkt der Rock- und Bluesgeschichte ist: Den Zeitraum der Endsechziger bis in die Frühsiebziger.

Ausgiebige Gitarren-, Bass- oder Schlagzeugsoli waren damals an der Tagesordnung und gehören somit auch zum heutigen Abend. Gut so!

Ja, und es macht Spaß, jede einzelne Minute dieses Konzerts zu genießen. Am Ende werden es derer knapp 180 sein. Ein tonaler Marathon, wie man ihn heutzutage nur noch selten geboten bekommt. Egal, ob Todd Wolfe einen seiner vielen aus eigener Feder stammenden Titel spielt oder Fremdwerke adaptiert, es ist eine wahre Freude, dieser Band zuzuschauen und zuzuhören.

Ein kleiner Auszug aus der nicht in Papierform existierenden Setliste: «Got To Get Better In A Little While», Chester Burnett’s «Wreck My Life», Peter Green’s «Oh Well», Leslie West’s «Mississippi Queen» oder Bobby Womack’s «It’s All Over Now».

Todd Wolfe besitzt eine kräftige durchsetzungsfähige Stimme, die mich manchmal an Eric Clapton erinnert. Sein Gitarrenspiel ist schlichtweg makellos, gleich ob im Standard- oder im Sildespiel. Seine Soli bestückt er gerne hier und da mit Zitaten aus der moderneren Musikhistorie. Hier blitzt «Spoonful» durch, dort «Voodoo Chile» oder «Laundromat». Immer wieder eine Verneigung vor den Leuten, die ihn beeinflusst haben und immer noch beeinflussen.

Den etwa 40 Leuten im Publikum gefällt’s. Drei Zugaben gibt es.

Fazit: Ein klasse Konzert mit einer sympathischen Band, die Spielwitz und Können gleichermaßen an den Tag legt. Geführt von einem Bandleader, der sein Hand- und Mundwerk versteht. So gebe ich 100 von 100 Punkten oder 21!! Für die gesamte Dauer des Konzerts. Und jetzt schon freue ich mich auf ein Wiedersehen. Vieleicht sind ja dann auch einige von euch dabei. Lohnt sich. Garantiert und auf jeden Fall. Darum uneingeschränkt: Unbedingt nicht verpassen! Unterstützt Leute wie Todd Wolfe. Leute, die es einfach und mehrfach drauf haben. Geht in die Konzerte! Denn: Life is live.

Text und Fotos: (c) 2010 Tony Mentzel








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