Tommy Schneller – „Cream Of The Crop”

23 03 2014

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Cream Of The Crop“ ist der Titel des neuesten Werkes des Osnabrücker Saxofonisten und Sängers Tommy Schneller. Übersetzt heißt das: „Allererste Sahne“ und damit erübrigt sich eigentlich, dass ich hier noch weiter schreibe. Denn der Titel beschreibt in der Tat – ich nehme es gleich vorweg – die hervorragende Qualität dieses Silberlings. Er ist schlicht gesagt die ersehnte und konsequente Fortsetzung der CD „Smiling For A Reason“ aus dem Jahr 2011. Und wieder ist Tausendsassa Henrik Freischlader als Produzent, Gitarrist, Bassist, Drummer, Backgroundsänger und Songschreiber zu erwähnen. Zudem erscheint das Album auf seinem Label „Cable Car Records“. Die göttlich- knackigen Bläsersätze wurden vom Trompeter Gary Winters, dem Posaunisten Dieter Kuhlmann und Tommy Schneller selbst arrangiert. Zu erwähnen ist noch Gregory Barrett, der neben Lyrics natürlich noch die Arbeit an an den schwarz- weißen Tasten beisteuert. An den Reglern, die den Sound bedeuten saß wieder einmal Martin Meinschäfer.
Stilistisch bewegt sich die Musik wieder zwischen Blues, R&B, Funk, Soul und Jazz und allen möglichen Zwischentönen. Als Anti- Schubladendenker ist mir sowieso ganz subjektiv nur wichtig, ob die Musik bei mir ankommt, mich in ihren Bann zieht, mich eventuell nicht mehr los lässt, zündet und mich zum Wiederhören verführt. Genau dieser Verführung erliege ich immer wieder (und das sowas von gerne), seitdem diese CD erstmals in meinem CD- Player rotiert ist. Bluesig, relaxt, laid- back der erste Titel „Hands In The Air“. Der perfekte Einstieg, der die Lust auf mehr gleich anstachelt. Genau diese Lust wird im Folgenden Schlag auf Schlag befriedigt. Musik, die man zu jeder Gelegenheit hören kann: In der Hängematte, auf der Tanzfläche, bei Autofahrten, was weiß ich …

Der Titel, der sich beim ersten Hören gleich als einschmeichelnder Ohrwurm entpuppt hat, ist „Isn’t It New“. Ein fürchterlich schöner Lovesong. Aber neu, auf keinen Fall. Jedenfalls stilistisch nicht. Was aber absolut nicht schadet, denn er nimmt uns mit zurück in selige Motown- Zeiten. Und dieser Bläsersatz. Zum Dahinschmelzen. Und Henrik Freischladers Gitarrensolo. Und Tommy’s Stimme. Perfekter Song. Leider mit über 6 Minuten Spieldauer mal wieder nicht sendefähig für die gängigen Formatradios. Dabei könnte der Song von mir aus unendlich weiter gehen und die Radios (hallo, Musikredakteure!!) hätten mal einen wirklich guten Song im Programm.

Der Anschlusstitel :“Your Somebody Else“ zieht wieder in bluesige Tiefen und besticht durch ein Gänsehaut- Sax- Solo. Augen zu und einfach genießen.

Beim ersten Durchlauf der CD ist mir noch das feine Solo von Trompeter Gary Winters aus dem letzten Track „You Don’t Seem To Care“ im Ohr hängen geblieben.

Beim zweiten Hören waren es noch ganz andere kleine und große Mosaikstücke, die diese CD zu einem (immer wieder aufs Neue) hörenswerten Erlebnis werden lassen. Das geht sicher nicht nur mir so, wenn man mit offenem Ohr und offenem Herz dieses Album genießt.

Wer Tommy Schneller und seine Band auf der aktuellen Konzerttour sehen kann, sollte nicht versäumen, nach dem Gig einen dieser Silberlinge zu erstehen und ihn sich gleich signieren zu lassen. Eine gute Geldanlage, völlig legal und ohne steuerrechtliche Folgen. Dafür mit Genuss pur. Das Album gibt es zudem auch auf Vinyl.

Und für die, die die Tour verpassen, gibt es eine Reihe Online- Wege, das Werk käuflich zu erwerben. Auf Tommy Schnellers Webseite zum Beispiel. Also… mit bester Empfehlung: „Cream Of The Crop“ !!

Tommy Schneller (2)
Weitere Fotos zu Tommy Schneller und seine Band hier oder durch Klick auf das Foto oben ..


Cream of the crop





Video of the day: Richard Bargel with Charlie Musselwhite – It’s Crap

22 02 2014

531934_554908847861148_1919870877_nZur Musik aufs Foto klicken …

Tolles, atmospherisches Video und wieder eine gelungene Zusammenarbeit zwischen zwei Blues- Urgesteinen: Richard Bargel und Charlie Musselwhite. Ich hatte das große Glück, die Beiden am 27.03.2007 9m Kölner “Alten Pfandhaus” live erleben zu können. Es war eins dieser Konzerte, das man nie vergisst.

Hier ist noch ein kleines Bild- und Tondokument… und gewiss kein “CRAP” .. (wieder einfach aufs Foto klicken)

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Song of the day: The Fabulous Thunderbirds – Early Every Morning

12 12 2013

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… zum Video auf das Foto klicken …

Das Foto zeigt Kim Wilson, den Frontman der Fabulous Thunderbirds beim Festival “Swing Wespelaar” 2012. Das Video stammt aus dem Jahr 2003 und wurde in der legendären Besetzung  Kim Wilson (Harp), Kid Ramos (Guitar), Willie Campbell (Bass), Gene Taylor Kkeyboards) und Steve Hodges (Drums) in Los Angeles eingespielt.

Hier beweist Kim Wilson in seinem Solo eindrucksvoll seine Virtuosität am “Mississippi Saxophone“. Viel Spaß beim Ansehen/Anhören.





Layla Zoe @ The Spirit of 66 – May, 17th 2013

3 08 2013

Layla Zoe

For the video click on the photo…

More photos here: http://www.tjgardner-photo.de/concert-photos/layla-zoe/





Artwork of Will Wilde’s new CD

16 07 2013

Artwork of Will Wildes new CD

Photo by Jan Wilde

Looking forward to Will Wilde‘s new CD, happy to have provided some photos for the artwork…





Ryan McGarvey – Cryin’ Over You

17 06 2013

For the video just click on the photo …





Neal Black – Interview (Rother Bluestage)

21 04 2013

For the interview just click here or on the photo …





King King – Interview with Alan Nimmo (Rother Bluestage)

21 04 2013

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Clare Free am 06.04.2013 im Topos Leverkusen

8 04 2013

Clare Free 450

An diesem immer noch recht kalten Aprilsamstagabend ist das Topos recht gut gefüllt, um einer Premiere beizuwohnen. Denn der erste Auftritt der britischen Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Clare Free in Deutschland steht heute bevor.

Clare Free hat es in ihrem Mutterland schon zu einigen Nominierungen und Auszeichnungen für ihre Arbeit gebracht.

Ich habe sie zum ersten Mal etwa vor einem Jahr bei einem Konzert in Belgien erlebt. Dass darauf etliche weitere Begegnungen folgten, liegt natürlich an Clare’s erstklassigen Performance und das zusammen mit ihrer „Festland“- Band, den belgischen Musikern Gilles Droixhe (Gitarre), Hen Monreau  (Schlagzeug) und Jack Thysen (Bass).

Das Konzert besteht aus einer Mischung aus überwiegend eigenen Songs und einigen Klassikern, zu denen  beispielsweise B.B. King’s „The Thrill Is Gone“ oder auch Stevie Ray Vaughan’s „Pride And Joy“ gehören. An Bandbreite herrscht keinerlei Mangel.

Zwei CDs gibt es bereits, eine Dritte ist in Arbeit:

Ich nehme es gerne vorweg, der Abend im Topos wird für die vier Musiker ein großer Erfolg.

Die Frontfrau weiß, ein Publikum in den Bann zu schlagen und es auch dort zu halten. Die Titel, ob nun „My Perfect Man“, „Little Miss Jealousy“ oder „Tempted“ sind in der Reihenfolge gut gewählt und sind in der Lage einen musikalischen Spannungsbogen aufzubauen und auch zu halten.

Blues Is My Business“ sang einst schon die wunderbare Etta James. Clare Free tut es ihr gleich und lässt keinen Zweifel am Wahrheitsgehalt der Folgezeile „…and business is good“.

Begeisternde Gitarrensoli der Britin, aber auch von Gilles Droixhe, der keineswegs nur der Rhythmus spielende Begleitmusiker ist. Wahre gitarristische „Rededuelle“ liefern sich die Beiden und das Publikum wird immer wieder davon mitgerissen, was sich in heftigem Szenenapplaus niederschlägt..

Auch für die auf den Punkt treibende Rhythmussektion von Bass und Schlagzeug gibt es immer wieder Platz und Gelegenheit für solistische Eskapaden. Jack Thysen pegelt bei einem  seiner vortrefflichen Soli den Lautstärkepegel soweit herunter, so dass es im Raum  mucksmäuschenstill wird. Die legendäre fallende Stecknadel wäre zweifellos zu hören gewesen.

Mit zwei Zugaben beschließt die Band dann nach etwa 2,5 Stunden Spielzeit das Konzert. Chuck Berry’s „Johnny B. Goode“ und  das durch B. B. King bekannt gewordene „Everyday I Have The Blues“ runden perfekt einen perfekten Abend ab.

Der erste Schritt für Clare Free nach Deutschland ist gemacht. Hoffen wir also, dass noch viele weitere folgen.

Wir hier im Topos jedenfalls haben einen ebenso wunderbaren wie abwechslungsreichen Samstagabend verbracht, der so schnell nicht vergessen sein wird. Überall nichts als zufriedene Gesichter und Kommentare. Und das vollkommen zurecht.

Fazit: Unbedingt nicht verpassen. Man sieht sich.

 





Southern Bluesnight Heerlen 2013

19 03 2013

Khalif Wailin Walter

The 17th edition of the Southern Bluesnight in Heerlen featured artists like  Gene Taylor, James Harman, Enrico Crivellaro, Mud Morgenfield (Muddy Waters’ oldest son), Mathieu Pesqué & Roll Pignault, Hans Theesink & Terry Evns, Khalif Wailin’ Walter.

Click here to see  my impressions of a night filled with amazing music.








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