Layla Zoe – Sleep Little Girl – CD Kritik

19 11 2011

Layla Zoe - Sleep Little Girl

Dieses Album hat die kanadische Sängerin Layla Zoe ihrem Vater gewidmet, der ihr (Zitat) „die Schönheit der Musik gezeigt hat, als ich noch ein kleines Mädchen war.“

Layla Zoe setzt genau das fort und zeigt uns diese Schönheit mit ihrer aktuellen CD und den darauf enthaltenen 10 Songs, deren Texte und Grundmelodien sie selbst beisteuert.

Um den Rest kümmert sich in der Hauptsache Henrik Freischlader, der die übrige Musik beisteuert, als Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Backgroundsänger fungiert und das Projekt als Produzent begleitet.

Auch bei diesem Werk setzt er auf „Lean Production“, auf effekthascherische Gimmicks verzichtet er gänzlich und stellt die Gesamtproduktion in den Dienst der grandiosen Stimme Layla Zoe’s.

Die ökonomisch eingesetzten Hammondklänge steuert Moritz Fuhrhop bei. Damit  ist die Liste der an der Produktion beteiligten Musiker auch schon geschlossen.

Den Hörer dieser CD erwartet eine stilistisch vielseitige Songauswahl im musikalisch breit gefächerten Spektrum Blues.

Die Reihenfolge der Songs ist klug gewählt: Durch die so entstehenden Spannungsbögen wird der das Hören des Silberlings zum durchgehenden Genuss.

Layla Zoe ist mit einer facettenreichen, kraftvollen Stimme gesegnet, die zudem an Dynamik und Timbre ihrer Gleichen sucht. Sie kann sich ohne Weiters und auf gleicher Höhe in die Reihe der ganz großen Sängerinnen im Genre Blues und Rock stellen. Auf einzelne Vergleiche möchte ich allerdings hier verzichten, denn Layla Zoe bietet etwas durchaus Eigenes, ja Unverkennbares und setzt so mit ihrer Stimme jedem Lied einen eigenen Stempel auf.

Im Titel „Hippie Chick“ verarbeitet sie Biografisches, in „Singing My Blues“ gibt sie ihr unerschütterliches Credo zum Blues ab.

Mein absoluter Favorit dieses Albums ist allerdings „Black Oil“, ein Slowblues ganz im Stile der frühen Fleetwood Mac instrumentiert. Mit der ihr eigenen Leidenschaft besingt Layla Zoe hier die traurigen und fatalen Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexico. Bei diesem Song ist keine Sekunde der über  neunminütigen Dauer verschenkt.

Der Titelsong „Sleep Little Girl“, der nur durch eine Akustikgitarre begleitet wird, lässt die Sängerin und uns zur Ruhe kommen und bildet den gelungen Schlusspunkt einer CD, die sicher kein Fastfood ist, die man immer wieder hören kann auch nach Jahren noch, da sie die Schönheit der Musik bei jedem Durchlauf erneut unterstreicht.

Tony Joe Gardner

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