The Veldman Brothers, Blues au Château, 20.08.2011, La Chèze (F)

6 09 2011

The Veldman Brothers

“Blues & Roots straight from the heart…”

Auf diesen Nenner bringt es die Band selbst auf ihrer Homepage. Und nun steht dieses niederländische Quartett hier auf der bretonischen Bühne und wird ihrem eigenen Slogan mehr als gerecht.

Musikalisches Handwerk auf höchstem Level ist Voraussetzung für die Art und Weise, mit der die Band den Zuhörern in der sehr gut gefüllten „Salle de Fêtes“ in La Chèze an diesem heißen Augustabend ihre geradlinige Bluesmeinung zu Gehör bringt.

Schnörkel und Gimmicks? Fehlanzeige! Straight from the heart eben…

Die Namensgeber dieser hochexplosiven Formation aus unserem Nachbarland sind Gerrit und Bennie Veldman. Gerrit spielt die Gitarre, Bennie bedient die Hammond und die Bluesharp (manchmal sogar gleichzeitig), Marco Overkamp ist der Taktgeber an den Drums und Donald van der Goes der Herr der tiefen Töne.

Geboten wird hier und heute vornehmlich ein Querschnitt aus ihrem aktuellen Album „Spreadin’ Around“, das wiederum aus Eigenkompositionen besteht.Im wahrsten Sinne eine Schweiß treibende Arbeit leisten die Vier auf den Bühnenbrettern und man hat den Eindruck, dass durch ihr Tun die Temperatur im Saal gleich noch einmal um 10 Grad Celsius ansteigt.

Die „Roots“ ihrer Musik sehen die Veldman Brothers in Leuten wie Jimi Hendrix, Muddy Waters oder Elmore James.

Genau dies dringt immer wieder durch, auch wenn diese Band sehr modern klingt.

Die meisten Anteile am Leadgesang hat Gerrit, aber ab und an übernimmt Bruder Bennie diese Rolle.

Am musikalischen Vermögen der vier Musiker gibt es nichts zu deuteln. Ein eingespieltes Powerpaket.

Mittlerweile hat man aufgrund der Hitze im Saal die Seitentüren zur Straße geöffnet. Allmählich bekommt das Ganze einen Open Air Charakter, da immer mehr Zuhörer sich an die frische Luft begeben.

Denn auch von draußen hat man immer noch einen sehr guten Höreindruck von dem, was die Vier auf der Bühne zaubern.

Der ganze sommerliche und wohltuende Bluesspuk dauert zirka zwei Stunden und damit bis nach Mitternacht.

Nach dem Gig ergibt sich noch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Musikern.

Sie kommen direkt und quasi nonstop von einem Gig in Südfrankreich, wo sie am Vortag gespielt haben. Immerhin knappe 700 Kilometer Strecke.

Donald van der Goes hat sich an einigen Fingern ganz herbe Blasen gespielt. „Das macht doch nichts, das ist in paar Tagen wieder weg.“, lacht er.

We all pay our dues to the blues…

Und so ist es und wir tun es gern.

Übrigens die Veldman Brothers sind in den Niederlanden eine der angesagtesten Bands. Und im Stillen hoffe ich, dass sie sich immer mal wieder über die Grenze zu ihrem Nachbarland trauen, damit auch wir öfter in den Genuss ihrer Musik kommen.

Und dann? Unbedingt nicht verpassen …

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